Sicherheitsstandards zum Schutz von Kindern und Jugendlichen

Sicherheitsstandards zum Schutz von Kindern und Jugendlichen

DigGesV – Digitale Gesundheitsverbindungen UG (haftungsbeschränkt)

Letzte Aktualisierung: 12. Juli 2026

Der Schutz von Kindern und Jugendlichen hat für die DigGesV – Digitale Gesundheitsverbindungen UG (haftungsbeschränkt) einen hohen Stellenwert. Diese Sicherheitsstandards gelten für die von DigGesV betriebenen Websites, die DigGesV-App, DigGesV-Meet sowie die von DigGesV bereitgestellten Online-Räume für Information, Kommunikation, Austausch und Beratung.

Die nachfolgenden Regeln gelten für alle Nutzerinnen und Nutzer. Sie sollen insbesondere Kinder und Jugendliche vor sexuellem Missbrauch, sexueller Ausbeutung, Cybergrooming, Belästigung, Gewalt, Erpressung und anderen schädlichen Verhaltensweisen schützen.

1. Verpflichtung zum Schutz von Kindern und Jugendlichen

DigGesV duldet keine Inhalte oder Verhaltensweisen, durch die Kinder oder Jugendliche gefährdet, missbraucht, ausgebeutet, sexualisiert, bedroht, erpresst oder anderweitig geschädigt werden.

Dies gilt insbesondere für sexuellen Missbrauch und sexuelle Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen, international auch als Child Sexual Abuse and Exploitation beziehungsweise CSAE bezeichnet, sowie für Darstellungen sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen, international als Child Sexual Abuse Material beziehungsweise CSAM bezeichnet.

2. Verbotene Inhalte und Verhaltensweisen

Auf den von DigGesV betriebenen Websites, in der DigGesV-App, in DigGesV-Meet und in allen zugehörigen Kommunikations- und Beratungsräumen sind insbesondere folgende Inhalte und Verhaltensweisen untersagt:

  • sexueller Missbrauch oder sexuelle Ausbeutung von Kindern oder Jugendlichen,
  • Herstellung, Hochladen, Speichern, Verbreiten, Weiterleiten oder Anfordern von Darstellungen sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen,
  • Cybergrooming und andere Formen gezielter sexualisierter Kontaktaufnahme zu Minderjährigen,
  • Aufforderungen an Minderjährige, intime oder sexualisierte Bilder, Videos, Tonaufnahmen oder sonstige Inhalte anzufertigen oder zu übermitteln,
  • Sextortion, sexuelle Erpressung oder Drohungen unter Verwendung tatsächlicher oder angeblich vorhandener intimer Inhalte,
  • Anbahnung oder Förderung sexueller Ausbeutung, sexueller Dienstleistungen oder des Menschenhandels mit Minderjährigen,
  • sexualisierte Kommentare, Nachrichten oder Handlungen gegenüber Minderjährigen,
  • unerwünschte private Kontaktaufnahme zu minderjährigen Teilnehmenden außerhalb der vorgesehenen DigGesV-Räume,
  • Belästigung, Mobbing, Einschüchterung, Bedrohung, Hassrede oder Aufrufe zu Gewalt,
  • Veröffentlichung oder Weitergabe persönlicher Daten anderer Personen ohne deren Einwilligung,
  • heimliche Aufzeichnungen, Screenshots oder Weitergabe von Video-, Audio-, Chat- oder Beratungsinhalten,
  • Inhalte, die Selbstverletzung, Suizid, Essstörungen, Gewalt oder andere gesundheitsgefährdende Handlungen fördern oder verherrlichen.

Verstöße gegen diese Regeln können zur Einschränkung oder Sperrung von Zugängen, zum Ausschluss aus Online-Räumen und Beratungsangeboten sowie zu weiteren rechtlich zulässigen Maßnahmen führen.

3. Meldesystem

Nutzerinnen und Nutzer können bedenkliche Inhalte, Verhaltensweisen, Kontakte oder Sicherheitsvorfälle über folgende Wege melden:

  • in der DigGesV-App über den dort erreichbaren Kontaktbereich beziehungsweise das Kontaktformular,
  • über das Kontaktformular auf den von DigGesV betriebenen Websites,
  • per E-Mail an [email protected].

Bitte verwenden Sie für Meldungen nach Möglichkeit den Betreff „Kinderschutzmeldung“ und nennen Sie die betroffene Website, App-Funktion, den Online-Raum oder das Nutzerkonto sowie Datum, Uhrzeit und eine kurze Beschreibung des Vorfalls.

Übermitteln oder leiten Sie keine mutmaßlichen Darstellungen sexuellen Missbrauchs weiter. Fertigen Sie insbesondere keine zusätzlichen Kopien oder Screenshots solcher Inhalte an. Teilen Sie uns stattdessen nach Möglichkeit die Fundstelle, die Internetadresse, den Profilnamen, die Raumbezeichnung oder andere nicht bildliche Angaben mit, anhand derer der Vorfall eingeordnet werden kann.

Bei unmittelbarer Gefahr für eine Person sollte zusätzlich unverzüglich die örtliche Polizei oder Rettungsleitstelle verständigt werden. Das Meldesystem von DigGesV ersetzt keine behördliche Notfallmeldung.

4. Kinderschutz-Kontaktstelle

Die zentrale Kontaktstelle für Meldungen zu Kinderschutz, sexuellem Missbrauch, sexueller Ausbeutung, Cybergrooming und Darstellungen sexuellen Missbrauchs ist:

DigGesV – Digitale Gesundheitsverbindungen UG (haftungsbeschränkt)
Mühlenstraße 8a
14167 Berlin
E-Mail: [email protected]
Telefon: +49 30 43653460

Die Kontaktstelle nimmt entsprechende Meldungen entgegen, koordiniert deren Prüfung und veranlasst im Rahmen der rechtlichen und technischen Möglichkeiten erforderliche Schutzmaßnahmen.

5. Prüfung von Meldungen und mögliche Maßnahmen

Kinderschutzmeldungen werden entsprechend ihrer Dringlichkeit zeitnah geprüft. Dabei berücksichtigen wir insbesondere die Art des gemeldeten Inhalts oder Verhaltens, die mögliche Gefährdung betroffener Personen und die verfügbaren Informationen.

Je nach Einzelfall können insbesondere folgende Maßnahmen getroffen werden:

  • vorläufige Einschränkung oder Sperrung eines Zugangs, Nutzerkontos oder Online-Raums,
  • Entfernung oder Sperrung rechtswidriger beziehungsweise regelwidriger Inhalte, soweit dies technisch und rechtlich möglich ist,
  • Ausschluss einer Person aus einer Beratung, Videogruppe oder anderen DigGesV-Angeboten,
  • Kontaktaufnahme mit betroffenen Personen, soweit dies zum Schutz erforderlich und angemessen ist,
  • Sicherung der für die Prüfung oder Rechtsverfolgung erforderlichen technischen Informationen,
  • Hinzuziehung geeigneter fachlicher Beratung,
  • Einbeziehung zuständiger Behörden oder anerkannter Beschwerdestellen, soweit dies gesetzlich erforderlich oder zum Schutz gefährdeter Personen notwendig ist.

DigGesV führt keine anlasslose inhaltliche Überwachung vertraulicher Beratungen oder privater Kommunikation durch. Gemeldete oder auf andere Weise konkret bekannt gewordene mögliche Verstöße können jedoch geprüft werden.

6. Umgang mit Darstellungen sexuellen Missbrauchs

Sobald DigGesV tatsächliche Kenntnis von Darstellungen sexuellen Missbrauchs von Kindern oder Jugendlichen innerhalb eines von DigGesV kontrollierten Bereichs erhält, werden im Rahmen der technischen und rechtlichen Möglichkeiten angemessene Maßnahmen ergriffen.

Dazu können insbesondere die Sperrung oder Entfernung des Inhalts, die Sicherung erforderlicher technischer Informationen, die Sperrung beteiligter Zugänge und die Meldung an die zuständige regionale Behörde oder eine anerkannte Beschwerdestelle gehören.

DigGesV handelt dabei nach den anwendbaren gesetzlichen Vorgaben. Eine eigenständige Weiterverbreitung oder unnötige Vervielfältigung der betreffenden Inhalte findet nicht statt.

7. Altersbeschränkungen und Teilnahme Minderjähriger

Die öffentlich zugänglichen Informationsbereiche der DigGesV-Websites und der DigGesV-App können grundsätzlich ohne Teilnahme an einem Beratungsangebot genutzt werden.

Die individuellen Beratungsleistungen von DigGesV, insbesondere Einzelberatungen, Gruppenberatungen und Live-Formate, richten sich nach den Teilnahmebedingungen von DigGesV grundsätzlich an Personen ab 16 Jahren.

Für die Inanspruchnahme individueller, kostenpflichtiger oder vertraglich gebundener Beratungsangebote durch 16- und 17-Jährige ist grundsätzlich die vorherige Zustimmung der Sorgeberechtigten erforderlich.

DigGesV kann geeignete Angaben oder Nachweise verlangen, soweit dies zur Prüfung der Teilnahmevoraussetzungen erforderlich und datenschutzrechtlich zulässig ist. Werden falsche Altersangaben gemacht oder erforderliche Zustimmungen nicht vorgelegt, kann die Teilnahme abgelehnt oder beendet werden.

8. Beratung von Jugendlichen ab 16 Jahren

Die Beratung von Jugendlichen wird altersangemessen, verständlich und respektvoll gestaltet. Der individuelle Entwicklungsstand und die besondere Schutzbedürftigkeit minderjähriger Personen werden berücksichtigt.

  • Altersgerechte Kommunikation: Inhalte werden möglichst klar, verständlich und der jeweiligen Situation angemessen vermittelt.
  • Datenschutz und Vertraulichkeit: Beratungsinhalte werden grundsätzlich vertraulich behandelt. Sorgeberechtigte werden nicht automatisch über sämtliche Gesprächsinhalte informiert.
  • Schutz bei Gefährdung: Bestehen konkrete Anhaltspunkte für eine erhebliche Gefahr für die betroffene Person oder andere Menschen, wird geprüft, welche Schutzmaßnahmen und welche Personen oder Stellen im Einzelfall einzubeziehen sind.
  • Abgrenzung zur Behandlung: Die Angebote von DigGesV ersetzen keine ärztliche, psychiatrische oder psychotherapeutische Untersuchung, Diagnose oder Behandlung.
  • Weitervermittlung: Soweit ein Anliegen außerhalb des Leistungsumfangs von DigGesV liegt, kann auf geeignete medizinische, psychotherapeutische, soziale oder behördliche Stellen hingewiesen werden.

Die Onlineberatung von DigGesV ist kein Notfall- oder Rettungsdienst und gewährleistet keine jederzeitige Erreichbarkeit.

9. Regeln für Videogruppen und Online-Räume

Zum Schutz aller Teilnehmenden gelten in Videogruppen und anderen Online-Räumen insbesondere folgende Regeln:

  • Es dürfen keine Sitzungen, Gespräche, Bildschirmansichten oder Chatverläufe ohne ausdrückliche Erlaubnis aller betroffenen Personen aufgezeichnet oder weitergegeben werden.
  • Persönliche Kontaktdaten, Wohnanschriften, Schuladressen, Aufenthaltsorte, Passwörter oder Zugangsdaten sollten nicht in Gruppen veröffentlicht werden.
  • Teilnehmende können einen Vornamen oder ein Pseudonym verwenden, soweit für das jeweilige Angebot keine Identitätsprüfung erforderlich ist.
  • Ein neutraler Hintergrund und die Verwendung von Kopfhörern können dazu beitragen, die Privatsphäre zu schützen.
  • Private Kontaktaufnahmen zwischen Teilnehmenden erfolgen auf eigene Verantwortung. Unerwünschte oder unangemessene Kontaktversuche sind zu unterlassen und können DigGesV gemeldet werden.
  • Bei einem unangenehmen oder bedrohlichen Vorfall können Teilnehmende den Raum verlassen und den Vorfall über die vorgesehenen Meldewege mitteilen.

10. Zusammenarbeit mit Behörden und Beschwerdestellen

Bei konkreten Anhaltspunkten für strafbare Inhalte, sexuellen Missbrauch, sexuelle Ausbeutung oder eine erhebliche Gefährdung ergreift DigGesV unter Beachtung der gesetzlichen Vorgaben angemessene Schutzmaßnahmen.

Soweit dies gesetzlich erforderlich oder zum Schutz betroffener Personen notwendig ist, können zuständige Behörden, Strafverfolgungsstellen, Jugendhilfestellen oder anerkannte Beschwerdestellen einbezogen werden.

Eine Übermittlung personenbezogener Daten erfolgt nur im rechtlich zulässigen und für den jeweiligen Zweck erforderlichen Umfang.

11. Externe Meldestellen und Informationsangebote

Problematische oder mutmaßlich rechtswidrige Online-Inhalte können zusätzlich bei folgenden Stellen gemeldet werden:

Informationen zur sicheren Nutzung digitaler Angebote finden Sie außerdem unter:

12. Überprüfung und Weiterentwicklung

DigGesV überprüft diese Sicherheitsstandards regelmäßig und passt sie an, wenn sich rechtliche Vorgaben, technische Funktionen, Risiken oder die von DigGesV angebotenen Dienste wesentlich verändern.

Hinweise zur Verbesserung der Sicherheitsstandards können über die genannten Kontaktwege übermittelt werden. Gesetzliche Rechte betroffener Personen bleiben unberührt.